Niqab

Der Niqab – ein arabischer Gesichtsschleier

Wer schon einmal Urlaub in einem arabischen Land gemacht hat, dem wird aufgefallen sein, dass es dort eine ganz bestimmte Kleiderordnung gibt. Und obwohl es in diesen Ländern oft brütend heiß ist, gehört es sich selbst für weibliche Gäste aus dem westlichen Ausland nicht, in Shorts und knappem Top durch die Straßen zu laufen. Auch ihnen wird vor dem Besuch eines arabischen Landes angeraten, ihre Garderobe an die hiesigen Sitten anzupassen. Schließlich ist man zu Gast in einem fremden Land und sollte die Sitten und Bräuche respektieren und akzeptieren. Allerdings wird von einer Touristin nicht verlangt, dass sie einen weiten Kaftan, ein Kopftuch oder einen Niqab, also einen Schleier, trägt. Trotz allem sollten sich besonders weibliche Gäste in den arabischen Ländern nicht all zu freizügig präsentieren.

Der Niqab gehört in vielen arabischen Ländern zur alltäglichen Bekleidung von Frauen. Die Niqabs werden vor den Gesichtern angebracht. Selbstverständlich geschieht dies dann auch immer in Verbindung mit einem Kopftuch oder einem Schal, der um den Kopf gebunden wird. Damit der Schleier auch so befestigt werden kann, dass er nicht verrutscht, ist er in vielen Fällen an beiden Enden mit Bändchen versehen. Diese Bändchen werden dann hinter dem Kopf zusammengebunden. Selbstverständlich werden die Bänder des Schleiers unter dem Kopftuch gebunden. Die Farbe des Gesichtsschleiers entspricht dabei den Farben des Gewandes und des Kopftuches. Meist handelt es sich um die Farbe Schwarz.

Der Gesichtschleier wird in der heutigen Zeit ausschließlich von Frauen, zumeist aus religiösen Gründen, getragen. Ursprünglich jedoch wurde ein Schleier von Männern und Frauen getragen. Allerdings hatte dies noch keine religiösen Gründe, sondern eher praktische. Der Gesichtsschleier hat seinen Ursprung in den arabischen Gebieten, in denen es zum einen sehr heiß ist und in denen es in den trockenen Wüstengebieten natürlich auch Sandstürme gibt. Der Schleier wurde nun also von den Männern und Frauen, die in diesen Regionen lebten, vor allem deswegen getragen, um das Gesicht vor der sengenden Sonnen und dem feinen Wüstensand zu schützen.

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