Khimar

Das Khimar – von Tradition und Moderne

Für die meisten Menschen ist der Sinn hinter dem Wort Khimar nicht ganz so einfach zu entschlüsseln. Es sei denn, es handelt sich um jemanden, der mit der muslimischen Religion vertraut ist oder aus einem arabischen Land stammt.

Das Khimar ist eines der wichtigsten Kleidungs-stücke muslimischer Frauen. Schließlich gelten für sie aus Glaubens-gründen bestimmte Vorschriften, nach denen sie ihr Haupt und ihr Haar, den natürlichen weiblichen Schmuck, bedecken sollen. Spätestens jetzt, sollte jedem klar sein, dass es sich dabei um ein Kopftuch handelt.

Je nach Region oder nach der Auslegung des muslimischen Glaubens verhüllen sich die Frauen auf ganz unterschiedliche Weisen. Streng gläubige Muslima tragen ein Kopftuch, den Tschador, und dazu weite Gewänder. Die Tücher werden dabei so gebunden, dass sie nur das Gesicht an sich frei lassen. In manchen Regionen und in bestimmten Kulturkreisen gehen die Frauen sogar so weit, dass sie nicht nur ihren Körper und ihr Haupt verhüllen, sie verhüllen auch Teile ihres Gesichtes, meist Mund und Nase, oder sie tragen Burkas, die das gesamte Gesicht verhüllen. Nur die Augen sind durch einen Schlitz im Tuch oder durch ein feines Gitternetz zu sehen.

In moderneren Regionen der arabischen Länder, vor allem aber bei muslimischen Frauen, die in westlichen Ländern leben, werden Khimare etwas legerer getragen. Viele junge muslimische Frauen, die in Europa leben, tragen das Kopftuch nicht ganz „vorschriftsmäßig“. So binden sie es zum Beispiel nicht mehr ganz so fest um den Kopf und lassen es somit zu, dass der Betrachter hin und wieder heraus fallende Haarsträhnen erblicken kann. Viele dieser jungen, gläubigen Muslima tragen dann auch nicht mehr die klassischen langen, weiten Gewänder, sondern die etwas liberaleren kurzen, etwas engeren Mäntel über ihrer ansonsten westlichen Kleidung.

Unter dem Khimar wird normalerweise noch ein weiteres Kopftuch getragen. Dieses Unterkopftuch wird eng um den Kopf bis in die Stirn hinein gebunden, sodass das Haar nicht mehr darunter hervorschaut. Das eigentliche Kopftuch wird dann, oftmals sehr kunstvoll, darüber angelegt.

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